Julia Krohmar

Pastorin Julia Krohmer

Am Steinhof 4Julia Krohmar
30890 Barsinghausen
05035-541

Julia.krohmer@evlka.de

Studium in Virginia (USA), Hannover und Göttingen
Vikariat in Fuhrberg, Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen
Pastorin im Probedienst seit Juni 2019 in Munzel-Landringhausen

Pastorin Julia Krohmer im Gespräch mit Simone Haller: (ein Ausschnitt)

H.: Warum haben Sie sich für den Beruf der Pastorin entschieden?

K.: Diesen zündenden Moment, den Wunsch, Pastorin zu werden, den hatte ich nicht.
Es war für mich aber überhaupt nicht klar in diesen Job zu gehen.

Mir hat der Glaube schon immer ganz viel gegeben, ich bin gern in die Kirche gegangen und meine Mutter und Oma haben mich sehr geprägt, so wie meine Pastorin in der Gemeinde in Garbsen, in der ich aufgewachsen bin. Aber eigentlich wäre ich gerne Juristin oder Chirurgin geworden.

Dann hatte ich das Glück in der Oberstufe einen genialen Religionslehrer zu haben, der auch Pastor ist. Er hat mir beigebracht, dass Theologie eine Wissenschaft ist. Das hat mich unheimlich gereizt und diese Wissenschaft war das, was mein Herz zum Brennen gebracht hat.

Ich habe natürlich schon darüber nachgedacht Pastorin zu werden, im Studium, im Gespräch mit anderen, beim Ausprobieren in diesem Arbeitsfeld. Und ich habe gemerkt, dass ganz viel von dem, was ich gerne machen in diesem Beruf zusammenkommt: Texte produzieren, mit Menschen in Kontakt sein und zu begleiten, Spiritualität vertiefen – einfach ganz viel Kreativität und Freiheit.

Rückblickend muss ich sagen, es war die beste Entscheidung meines Lebens ins Vikariat zu gehen. Das war erfüllend.

 

H.: Worauf möchten Sie in dieser Gemeinde noch mehr den Fokus legen?

K.: Vieles läuft schon sehr gut. Das ist Wahnsinn, wie viel Menschen hier ehrenamtlich unterwegs sind und Ideen haben. Das ist nicht selbstverständlich. Das ist ganz, ganz stark.

Mein Anliegen ist, die fünf Ortschaften, die unsere Gemeinde ausmachen, in dem Gefühl zu stärken, wir sind eins und wir können miteinander sein. Denn wir machen das nicht um unserer Selbstwillen. Alle, die wir in dieser Kirche sind, uns alle trägt und vereint dieser Gottesglaube … in jeder Unterschiedlichkeit, wie er ist, aber er vereint uns doch. Was brauchen wir als Kirchengemeinde von fünf Ortschaften um ein Zusammengehörigkeitsgefühl und ein intensiveres Miteinander herzustellen?

Ich möchte hören, was die Menschen wirklich brauchen!

Das bedeutet auch auf das zu schauen, was ist, Gutes zu behalten und zu pflegen, nicht mehr funktionierendes aber auch zu verabschieden. Ich glaube es gibt für uns nichts schlimmeres, als tote Pferde zu reiten.

Ich wünsche mir, dass wir liebevoll und mutig miteinander in dieser Gemeinde arbeiten können!